Triphala – Wirkung & Anwendung

von Delonix (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Foto: von Delonix (Eigenes Werk); CC BY-SA 3.0

Triphala ist eine pflanzliche Zusammenstellung, die seit Jahrtausenden in der ayurvedischen Heilkunst verwendet wird.

Dort wird es oft zur Stärkung des Darms und als mild abführend wirkendes Laxativ eingesetzt.

Während diese Effekte bereits sehr bekannt sind, könnten Triphalas andere Wirkungen eventuell noch bemerkenswerter sein.

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Um Triphala zu verstehen, muss man sich seine Komponenten anschauen. Der Name bedeutet nämlich “Die drei Früchte”, was für die drei indischen Pflanzen Amalaki, Haritaki und Bibhitaki steht.

  • Amalaki (emblica officinalis) ist an und für sich ein sehr wirksames und viel verwendetes ayurvedisches Mittel. Die sogenannte “indische Stachelbeere” wird seit Urzeiten als Verjüngungsmittel eingesetzt. Amalaki soll dabei helfen, den Cholesterinspiegel zu senken und besitzt unwahrscheinlich viel Vitamin C.

 

  • Haritaki (terminalia chebula) ist als der tibetische “König der Medizin” bekannt. Es ist in der asiatischen Kultur so bedeutend, dass in vielen Darstellungen des Buddha die Frucht in seinen Händen zu sehen ist. Haritaki werden viele positive Effekte auf die Gesundheit nachgesagt, darunter Wirkungen auf das Herz und das Gehirn. Es soll entzündungshemmend wirken und den Darm stärken.

 

  • Bibhitaki (terminalia belerica) ist ein weiteres ayurvedisches Verjüngungsmittel. Es soll entgiftend auf das Blut, die Muskulatur und das Fettgewebe wirken. In der traditionellen Heilkunst hat es den Ruf, jegliche Krankheiten fern zu halten.
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Wirkung von Triphala

Folgende Wirkungen werden mit Triphala in Verbindung gebracht:

  • Unterstützt die Reinigung des Körpers von Innen
  • Verjüngt das Gewebe und versorgt es mit Nährstoffen
  • Unterstützt die Verdauung und die Aufnahme von Nährstoffen
  • Wirkt antioxidativ

Wie weiter oben erläutert, wird Triphala im Ayurveda zur Entgiftung, Verjüngung und als mildes Laxativ verwendet.

Traditionell wird es darüber hinaus bei Diabetes, Fettleibigkeit, Verdauungsproblemen, Leberbeschwerden, Allergien, Hautentzündungen und Augenproblemen verschrieben.

Man mag sich  wundern, dass ein Mittel so vielfältige Wirkungen haben kann. Man kann hier nur spekulieren – aber womöglich liegt dies an den vielen bioaktiven Molekülen in den einzelnen Bestandteilen von Triphala.

Jede der verschiedenen Phytochemikalien kann einen anderen Effekt hervorrufen und so kann Triphala bei einer Vielzahl von Beschwerden potentiell helfen.

Im Folgenden möchten wir uns nun detaillierter einigen der bekanntesten potentiellen Effekten Triphalas widmen.

 

Wirkung auf die Verdauung

Die positive Wirkung auf die Verdauung ist der Hauptgrund, wofür Triphala im Ayurveda bekannt ist.

Es soll bei Symptomen wie Verstopfung, Blähungen, Bauchschmerzen und Magenverstimmungen helfen und für die Ausgeglichenheit natürlicher Bakterien im Darm sorgen. Des Weiteren soll es gegen Geschwüre, Entzündungen und Hämorrhoiden helfen.

Eine wichtige Rolle bei der Wirkung im Darm spielen Triphalas Ballaststoffe. Diese sorgen bei Personen mit langsamer Darmtätigkeit für eine Stimulierung und normalisieren den Stuhl bei Personen, bei denen dieser zu flüssig ist.

 

Triphalas entgiftende Wirkung

Triphala wird in höheren Dosen zusammen mit anderen Pflanzen oft in Entgiftungskuren eingenommen.

Es wirkt aber auch in moderaten Dosierungen, über einen längeren Zeitraum eingenommen, entgiftend. Dies liegt wie angedeutet an den enthaltenen Antioxidantien.

Die Gallussäure, eines der Antioxidantien in Triphala, wurde in Versuchen mit Mäusen analysiert. Es zeigte sich, dass es die Leberzellen vor einem Giftstoff namens Tetrachlormethan beschützen kann. Durch den Schutz der Leber unterstützt Triphala so den Entgiftungsprozess.

In anderen Versuchen konnte gezeigt werden, dass das ayurvedische Heilmittel freie Radikale neutralisiert und so zum Beispiel alkoholbedingte Leberschäden verhindert.

Eines der Bestandteile von Triphala, Amalaki, zeigte in Untersuchungen Effekte gegen Schäden durch Schwermetalle im Körper.

 

Wundheilung

Triphala wird als Paste oder Salbe zur Unterstützung der Wundheilung eingesetzt. Es hat sich gezeigt, dass es dabei hilft, infizierte Wunden zu heilen. Dies soll an den antibakteriellen Eigenschaften der Pflanzenmischung liegen.

Des Weiteren wird gesagt, dass Triphala die Collagenbildung in Wunden unterstützt und so zur Hautreparatur beiträgt. Dies führt dazu, dass Wunden komplett heilen können.

 

Nebenwirkungen 

Triphala ist eine Zusammenstellung natürlicher Pflanzen zur Entgiftung. Es ist nicht unüblich, dass Personen während eines Entgiftungsprozesses damit zusammenhängende Nebenwirkungen empfinden.

Oft lösen sich Schad- und Giftstoffe aus tieferen Gewebeschichten und gelangen in den Blutkreislauf, bevor sie endgültig ausgeschieden werden. Dies kann, muss aber nicht, zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Schwindel und Verdauungsbeschwerden führen.

Es kann außerdem vorkommen, dass der Stuhl etwas weicher wird. Auch dies ist ein Nebenprodukt des Entgiftungsprozesses. Falls es vorkommen sollte, dass diese Symptome zu stark werden, sollte man Triphala absetzen und die Beschwerden abklingen lassen.

Ein weiterer oft berichteter Nebeneffekt sind Schlafstörungen. Vor allem, wenn der Körper Triphala nicht gewohnt ist, kann die Einnahme die Schlafqualität beeinträchtigen. In diesem Fall sollte zunächst die Dosierung heruntergesetzt und dann beobachtet werden, ob sich eine Besserung einstellt.

 

Gegenanzeichen und Warnhinweise

Mögliche Anzeichen, dass Sie Triphala nicht anwenden sollten, sind, wenn Sie an Dysenterie oder Durchfall leiden und während Schwangerschaft und Stillzeit. Bei den einzelnen Bestandteilen von Triphala gibt es keine bekannten Wechselwirkungen mit Medikamenten.

Es gibt Studien, die zur Vorsicht raten bei Personen, die Blutverdünner einnehmen.

 

Einnahme und Anwendung 

Als Pulver und Tee

Die Tee-Variante ist die traditionelle Variante, in der Triphala konsumiert wird. Diese Methode hat den Vorteil, dass man den Geschmack der Pflanze voll empfindet.

Der Geschmack spielt im Ayurveda eine wichtige Rolle beim Heilungsprozess. Der Tee wird zubereitet, indem man ½ Teelöffel Triphala-Pulver nimmt und ihn in eine Tasse heißes Wasser gibt. Eine Weile rühren und das Gebräu abkühlen lassen.

Triphala enthält fünf der sechs Geschmacksrichtungen des Ayurveda (sauer, süß, bitter, scharf, herb). Nur der Geschmack “salzig” fehlt.

Die meisten Menschen bemerken vor allem bitter und herb, wenn sie den Tee trinken. Das kann ein wenig gewöhnungsbedürftig und für unsere westlichen Geschmackssinne fremdartig sein.

Aber lassen Sie sich davon nicht abschrecken – die Wirkung ist es wert! Nach einer Weile, wenn man sich daran gewöhnt hat, wird der Geschmack von vielen Personen sogar als angenehm empfunden.

Für gewöhnlich wird der Tee auf leeren Magen zu sich genommen, am besten abends vor dem Schlafen gehen. Auch morgens, direkt nach dem Aufstehen ist eine gute Zeit.

 

Triphala in Tablettenform

Für diejenigen, die den Geschmack überhaupt nicht ertragen können, oder einfach eine praktischere Variante der Einnahme suchen, gibt es Triphala auch als Tabletten. Diese sind meist im Internet erhältlich.

 

Triphala im traditionellen Ayurveda

Triphala ist die wohl am öftesten empfohlene und verwendete pflanzliche Mischung im Ayurveda. Bekannt ist sie, weil sie sowohl reinigend und entgiftend auf den Körper wirkt, als auch stärkende und nährreiche Qualitäten besitzt.

Um in ayurvedischen Begriffen zu sprechen – Triphala wirkt sich positiv auf alle drei “Doshas” aus: Vata, Pitta und Kapha.

Am bekanntesten ist Triphala wegen seiner Wirkungen auf den Darm. Dort wirkt es fördern auf die Verdauung und entfernt angesammelte, giftige Stoffe.

Gleichzeitig hat es aufbauende und Nährstoff liefernde Qualitäten, wirkt verjüngend und lässt Menschen in Würde altern.

Ein bekanntes ayurvedisches Rezept besteht aus Triphala, Honig und Butterfett. Bei täglicher Einnahme soll es einen Menschen “einhundert Jahre ohne Zerfall und Krankheit” werden lassen – so steht es zumindest in der ayurvedischen Schrift Charaka Samitha.

 

Heutige biochemische Erkenntnisse 

Die Vielzahl der Phytochemikalien in Triphala erklärt, warum diese Pflanzenmischung so viele Heilwirkungen zu haben scheint.

Wissenschaftler konnten einige dieser Stoffe identifizieren, jedoch wird vermutet, dass es noch einige unentdeckte Bestandteile gibt, die für die gesundheitlichen Wirkungen verantwortlich sind.

Triphala enthält einige antioxidative Moleküle, darunter Ascorbinsäure, Gallussäure, Bioflavonoide und Tannine. Laut dem Nutrition Journal ist Triphala eines der reichsten natürlichen Mittel an Antioxidantien.

Zusätzliche zu den Antioxidantien enthält Triphala folgende Biochemikalien:

Sennoside: Diese natürlich abführend wirkenden Stoffe lösen Verstopfungen, indem sie die Muskeln im Dickdarm stimulieren. Außerdem lassen sie den Stuhl weich werden. Gleichzeitig sorgen die natürlichen Ballaststoffe dafür, dass der Stuhl nicht zu weich wird

Ballaststoffe: Wie viele pflanzliche Ballaststoffe, wirken jene in Triphala auf den Cholesterinspiegel. Sie sind auch mit für die Stimulierung der Darmtätigkeit und die positive Wirkung auf den Dickdarm verantwortlich.

Schleimstoffe: Diese in mehreren Pflanzen vorkommenden Stoffe haben eine dicke, schleimartige Beschaffenheit und wirken sich mildernd auf das Gewebe aus. Des Weiteren wirken sie hustenlösend und hydrieren das Gewebe.

 

Fazit

Triphala ist ein pflanzliches Heilmittel, das seit Jahrhunderten im Ayurveda verwendet wird.

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Es besteht aus den drei Pflanzen

  • Amalaki
  • Haritaki
  • Bibhitaki

Folgende Effekte werden mit der Kräutermischung in Verbindung gebracht:

  • Verjüngung des Körpers
  • Reinigung des Körpers von Innen
  • Unterstützung der Verdauung
  • Verbesserung der Nährstoffaufnahme
  • Antioxidative Wirkung
  • Verbesserung der Wundheilung

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Studien:
1 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26731545
2 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26730147
3 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26604553
4 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26477351

8 Comments

  1. Carmen 17. März 2018 um 16:04 Uhr

    Hallo,
    ich habe eine Ayurvedische Kur gemacht und nehme Triphala noch weiter damit meine Verdauung nicht wieder einschläft. Ich habe massive Probleme mit dem schlafen seit dieser Zeit. Kann Triphala zu schlafstörungen führen? Werde regelmäßig nachts wach und kann nicht weiter schlafen.
    LG Carmen

    • Dietmar Waßner 21. März 2018 um 19:17 Uhr

      Hallo Carmen,
      ja, von diesem Nebeneffekt wird öfter berichtet. Versuche, die Dosierung herunterzusetzen und beobachte, ob es sich dann bessert.

      Viele Grüße
      Dietmar

  2. Maria 14. September 2016 um 16:46 Uhr

    Hallo Dietmar,

    kann man das Triphala auch in warme Mandelmilch einrühren? Wie hat es denn die beste Wirkung?

    LG
    Andrea

    • Dietmar Waßner 1. Oktober 2016 um 17:39 Uhr

      Hallo Andrea,

      ja, man kann es mit warmer Milch zusammen einnehmen. Oft wird auch zusätzlich noch Ghee beigemischt.

      LG Dietmar

  3. Melanie Weber 3. Juni 2016 um 12:08 Uhr

    Hallo, gibt es denn irgendeine bestimmte Tageszeit wann und wieviele von den Tabletten eingenommen werden sollten? Viele Grüße Melanie

    • Dietmar Waßner 4. Juni 2016 um 12:22 Uhr

      Hallo Melanie,

      Bei der Dosierung würde ich die Empfehlungen des Herstellers beachten (bzw. mal bei diesem nachfragen). Grundlegend wird empfohlen, die Dosierung auf zwei mal täglich aufzuteilen und und dann morgens und abends einzunehmen. LG, Dietmar

  4. Katja 30. Mai 2016 um 7:45 Uhr

    wunderbar ,sehr gut beschrieben so dass man alles drin findet was man fragen wollte !!! Danke ! Kann man auch Triphala Tabletten im Tee aufloesen ? Herzliche Gruesse Katja

    • Dietmar Waßner 30. Mai 2016 um 9:21 Uhr

      Hallo Katja! Vielen Dank :) Die meisten Tabletten enthalten ja auch das Pulver, welches du problemlos in Wasser auflösen kannst. Wenn du das immer im Tee auflösen möchtest, dann würde ich dir empfehlen direkt Pulver zu kaufen, das ist normalerweise etwas günstiger. LG, Dietmar

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