Birkenzucker: Die Vor- und Nachteile im Überblick

Birkenzucker ist voll Trend, denn er soll gesünder als Haushaltszucker sein und trotzdem eine ähnliche Süße besitzen. Doch lohnt sich die teure Zuckeralternative wirklich?

Zugesetzter Zucker in Lebensmittel gilt als eine der ungesündesten Zutaten unserer modernen Ernährung. Aus diesem Grund werden zuckerfreie Süßstoffe wie Birkenzucker (auch Xucker oder Xylit) immer beliebter.

Mehrere Studien legen nahe, dass Birkenzucker gegenüber gewöhnlichem Zucker einige wesentliche Vorteile hat.

Doch wie gut ist der Zuckersetzatzstoff tatsächlich? Und was geschieht im Körper, wenn wir Birkenzucker essen?

Die Vorteile von Birkenzucker

Birkenzucker wird als Zuckeralkohol eingestuft und ist eine häufige Zutat in zuckerfreien Kaugummis, Bonbons, Lebensmitteln für Diabetiker und Mundpflegeprodukten. Für seine Befürworter liegen die Vorteile dieses Süßungsmittels klar auf der Hand: 

  1. Birkenzucker hat einen sehr niedrigen glykämischen Index und erhöht weder die Blutzucker- noch die Insulinwerte: Einer der negativen Effekte von Zucker – und Maissirup mit hohem Fructosegehalt – ist, dass er den Blutzucker- und Insulinspiegel ansteigen lässt.

    Birkenzucker enthält jedoch keine Fructose und hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Blutzucker und das Insulin. Eine sehr gute nachricht vor allem für Diabetiker.

  2. Birkenzucker enthält 2,4 kcal pro Gramm und damit rund 40 Prozent weniger Kalorien als klassischer Haushaltszucker. Der Gehalt an Kohlenhydraten ist um ca. 75 Prozent geringer. 

  3. Birkenzucker hat trotzdem eine ähnliche Süße und auch einen ähnlichen Geschmack wie normaler Zucker.

  4. Der Körper kann Birkenzucker verstoffwechseln. Dies unterscheidet ihn von von anderen, künstlichen Zuckerersatzstoffen.

  5. Studien haben gezeigt, dass Birkenzucker die Zahngesundheit stärkt und Karies vorbeugt. Viele Zahnärzte empfehlen daher Zahnpflegekaugummis mit Birkenzucker.

Die Nachteile von Birkenzucker

Wie die meisten Zuckerersatzstoffe hat Birkenzucker jedoch auch Nachteile:

  1. Birkenzucker wird im Allgemeinen gut vertragen, aber bei manchen Menschen treten Verdauungsstörungen auf, wenn sie zu viel konsumieren. Der Zuckeralkohol kann Wasser im Darm binden und wird von den Darmbakterien verstoffwechselt.

    Dies kann zu Blähungen und Durchfall führen. Der Körper scheint sich jedoch mit der Zeit an Birkenzucker zu gewöhnen. Wenn die Aufnahme langsam erhöht wird und der Körper Zeit zur Anpassung hat, können diese Nebenwirkungen vermieden werden.

  2. Wie andere Süßstoffe besteht auch bei Birkenzucker der Verdacht, dass Heißhungerattacken gefördert werden.

  3. Bei Birkenzucker handelt es sich entgegen dem Anschein kaum um ein natürliches Produkt. Um den Zuckerersatzstoff zu gewinnen, ist ein aufwendiger chemischer Prozess notwendig.

    Außerdem besteht bei Produkten, die nicht aus Finnland stammen, die Möglichkeit, dass der Birkenzucker nicht aus Birken, sondern aus Mais stammt, und somit evtl. gentechnisch verändert ist.

  4. Die aufwendige Herstellung macht Birkenzucker sehr teuer. 1 Kg kostet zwischen 10 und 16 Euro.

Fazit: Ist Birkenzucker besser als Zucker?

Tatsächlich deuten Studien an, dass Birkenzucker eine weniger schädliche Auswirkung auf die Blutzuckerwerte besitzt als herkömmlicher Zucker.

Auch wenn es einige Nachteile gibt, lohnt sich die Investition für alle, die nach einer gesunden Alternative zu Zucker suchen.

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