Astragalus membranaceus

Astragalus membranaceus ist eine der wichtigsten Heilpflanzen der traditionellen chinesischen Medizin.

Sie besitzt alleine oder zusammen mit anderen Heilkräutern vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Wissenschaftliche Untersuchungen beschäftigen sich vor allem der lebensverlängernden Wirkung der Heilpflanze.

Darüber hinaus werden oft potentielle Effekte auf die kardiovaskuläre Gesundheit und eine mögliche entzündungshemmende Wirkung untersucht.

Verwendung von Astragalus membranaceus:

  • Erkältung
  • Atemwegsbeschwerden
  • Allergien
  • HIV/Aids
  • Stärkung des Immunsystems
  • Müdigkeit
  • Adaptogen
  • Blutarmut

 

*Anzeige

In Studien wurde bereits gezeigt, dass Astragalus membranaceus die mit dem Alterungsprozess in Verbindung stehenden physischen und metabolischen Beschwerden verbessern kann. Jedoch gibt es noch keine Beweise dafür, dass die Pflanze tatsächlich lebensverlängernd wirkt.

Interessant sind auch die Inhaltsstoffe der Heilpflanze: Sie enthält seltene Flavonoide und Polysaccharide. Letztere üben eine entzündungshemmende Wirkung aus und schützen das Herz. Sie sind außerdem in der Lage den Cholesterinspiegel zu senken. Auch die Flavonoide sollen sich positiv auf Herz und Kreislauf auswirken.

Die Wirkung von Astragalus membranaceus ist durch ihre bioaktiven Bestandteile zu erklären. Die wichtigste Komponente ist Astragaloside IV. Dieser Stoffe wurde bereits aus der Pflanze isoliert, patentiert und ist unter der Bezeichnung TA-65 bekannt.

Astragaloside IV wurde bereits mehrfach untersucht und zeigte vielversprechende kardiovaskuläre Effekte. Astragalus membranaceus kann sich in vielfältiger Hinsicht positiv auf die Gesundheit auswirken. Ob die Pflanze jedoch tatsächlich lebensverlängernd wirkt, ist nicht belegt.

 

Wirkung von Astragalus membranaceus

 

Wirkstoff Astragaloside IV

Astragaloside IV; von Jatlas [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Herz und Kreislauf

In einer in vivo Studie wurden 90 Patienten mit chronischer Herzschwäche untersucht. Es zeigten sich Verbesserungen der Herzkontraktionen. Diese waren abhängig von der Dosierung. Verbesserungen wurden bei 4,5 und 7,5 Gramm festgestellt, wohingegen 2,23 Gramm täglich wirkungslos waren.[1]

In China ist Astragalus eine viel untersuchte Pflanze und einige Studien scheinen ihre Wirkung auf das kardiovaskuläre System zu belegen. Jedoch sind diese Studien von ungeklärter wissenschaftlicher Qualität.

 

Chemotherapie

Es gibt erste Studien, die andeuten, dass eine intravenöse Zufuhr von Astragalus die Nebenwirkungen von Chemotherapien reduzieren könnte. Dazu gehören Übelkeit und Durchfall.

Eine Studie aus dem Jahr 2006 gab Hinweise darauf, dass durch Einnahme der Pflanze die Toxizität von Chemotherapien gesenkt und gleichzeitig ihre Effektivität erhöht werden kann. Dabei handelte es sich um eine auf Platin basierende Chemotherapie bei Lungenkrebs.[2]

 

Astragalus membranaceus bei Diabetes

Erste Forschungsergebnisse deuten an, dass die Pflanze bei Diabetes helfen kann. So scheint die orale und intravenöse Einnahme den Insulin- und Blutzuckerspiegel regulieren zu können.

In Studien wurden die Effekte der phytochemischen Bestandteile von Astragalus membranaceus analysiert. Die Flavonoide, Saponine und Polysaccharide scheinen positive Effekte auf die Insulinproduktion und –ausschüttung zu haben.[3]

 

HIV/AIDS

Die Beweislage zur Wirkung der Pflanze bei HIV/Aids ist widersprüchlich. Bei Einnahme eines Kombinationspräparates mit Astragalus und anderen Pflanzen zeigten Patienten Verbesserungen in den Symptomen und Immunfunktionen. Allerdings konnten diese Ergebnisse bei anderen Pflanzenkombinationen mit Astragalus nicht bestätigt werden.

 

Nierenkrankheiten

Mehrere Forschungsergebnisse deuten an, dass sich die Pflanze bei diversen Formen von Nierenkrankheiten positiv auswirken kann. [4] Sowohl die orale als auch die intravenöse Einnahme zeigten Verbesserungen der Nierenfunktion bei Personen mit einer diabetesbedingten Nierenerkrankung. Diese Ergebnisse konnten in weiteren Studien ebenfalls angedeutet werden.

 

Nebenwirkung von Astragalus membranaceus

Die angemessene orale  Einnahme von Astragalus ist wahrscheinlich für die meisten Erwachsenen unbedenklich. In Studien wurden bereits Dosierungen von 30 Gramm täglich über 3 Monate bzw. 40 Gramm täglich über zwei Monate ohne Komplikationen eingenommen. Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

 

Schwangerschaft/Stillen: Es gibt bislang keine Erkenntnisse zur Sicherheit der Einnahme bei Schwangeren und Stilenden. Zur Sicherheit sollte vom Konsum abgesehen werden.
Autoimmunerkrankungen (z.B: Multiple Sklerose): Da Astragalus membranaceus das Immunsystem stimulieren kann, könnten die Symptome von Autoimmunerkrankungen verschlimmert werden. Personen mit solchen Erkrankungen sollten die Pflanze meiden.

 

Einnahme und Dosierung

Astragalus membranaceus und Angelicae Sinensis (Chinesische Engelwurz) werden oft zusammen eingenommen, da sich die Effekte gegenseitig verstärken. Diese Kombination wird traditionell als Dang-gui buxue tang bezeichnet. Die Standarddosierung dieser Kombination ist 30 Gramm Astragalus und 6 Gramm Engelwurz. Dies entspricht einem Verhältnis von 5:1.

Die Standardosierung für isoliertes Wurzelpulver von Astragalus membranaceus ist 30 Gramm.

Für den isolierten Wirkstoff Astragaloside IV beträgt die Standarddosierung 5-10 mg.

 

Fazit:

Astragalus membranaceus ist vor allem dafür bekannt lebensverlängernd zu wirken. Mit diesem Versprechen wird die Pflanze in diversen Formaten auch vermarktet. Jedoch ist diese Behauptung nicht stichhaltig.

Trotzdem scheint sie andere positive Effekte auf die Gesundheit zu haben, darunter auf Herz und Kreislauf und auf das Immunsystem. Zudem scheint es wenige Nebenwirkungen zu geben.

Astragalus Kapseln 1600mg (10:1) Tragant Tragacantha Membranaceus
Astragalus Kapseln 1600mg (10:1) Tragant Tragacantha Membranaceus
von NP-Vital DE
  • Astragalus wirkt vor allem als Antioxidans und schützt so die Zellen vor äußeren Einflüssen und stärkt die Immunabwehr. In Laborversuchen konnte die stimulierende Wirkung auf das Immunsystem und die Steigerung der Antikörperproduktion nachgewiesen werden.
  • Während die Wirkung der Heilpflanze im Westen neu ist, ist sie in China seit der Ming Dynastie (1368-1644 AD) dokumentiert. In Tierversuchen konnten bereits viele Wirkungen nachgewiesen werden. Studien mit Menschen wurden ansatzweise durchgeführt, die meisten Wirkungen beruhen jedoch auf die Überlieferungen der Traditionellen Chinesischen Naturmedizin.
  • Hergestellt in UK unter höchsten Qualitätsstandards in einem ISO zertifizierten Betrieb. Lesen Sie weitere Informationen in der tieferstehenden Produktbeschreibung.
  Mehr Infos
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
*Anzeige

Quellen:

1 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21390582
2 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16421421
3 http://www.hindawi.com/journals/ecam/2013/654643/
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmedhealth/PMH0069179/

2018-03-29T18:49:46+00:00

7 Comments

  1. Jasper 28. Dezember 2016 um 17:23 Uhr

    Hallo Herr Waßner,

    in den Kapseln ist Talkum enthalten, soll genau so gesundheitsschädlich sein, wie Asbest. 🙁

    Wie ist Ihre Meinung dazu?

    MfG
    Jasper

    • Dietmar Waßner 28. Dezember 2016 um 19:33 Uhr

      Hallo Jasper,

      vermeintlich seriöse Gesundheitsportale stellen dies als Fakt dar, obwohl es nicht bewiesen ist. Gibt es Studien dazu? LG Dietmar

  2. Ursula Schhumacher 20. Juni 2016 um 14:20 Uhr

    vielen Dank und alles Liebe,
    Ursula

  3. Ursula Schhumacher 19. Juni 2016 um 18:36 Uhr

    Hallo Herr Waßner,

    sehr interessante Seite. Meine Fragen:
    Traganth Astragalus, gibt es einen Unterschied zum Astragalus membranaceus?
    Ist Astragalus IV mit TA-65 gleich zu setzen?

    Für Ihre Antwort vielen Dank

    LG, Ursula

    • Dietmar Waßner 19. Juni 2016 um 19:45 Uhr

      Hallo Ursula,

      vielen Dank! Tragant ist eine Pflanzengattung, zu der Astragalus membranaceus gehört. Es gibt darunter auch noch andere Astragalus-Arten. Spricht man von der chinesischen Heilpflanze ist immer die Membranaceus-Art gemeint. Der wichtigst Wirkstoff ist Astragaloside IV. Dieser Stoffe wurde bereits aus der Pflanze isoliert, patentiert und ist unter der Bezeichnung TA-65 bekannt.

      LG, Dietmar

  4. Julia Bergmann 17. April 2016 um 0:22 Uhr

    Hallo Herr Waßner!

    Sie schreiben in dem Artikel über astragalus membranaceus von einer 30 Gramm-Dosierung (siehe unten).
    Ist dies nicht zu hoch?
    Sollte die Dosierung pro Tag nicht im Milligramm-Bereich liegen?

    Freundliche Grüße
    Julia Bergmann

    • Dietmar Waßner 18. April 2016 um 10:17 Uhr

      Hallo Frau Bergmann!
      Die Dosierung ist tatsächlich so hoch. Dies gilt allerdings nicht für das empfohlene Produkt. Es kommt immer auf das jeweilige Produkt an und auf die Herstellungsweise (bzw. hier handelt es sich ja um eine Extrakt). Im Zweifesfall sollte man sich also immer nach der Einnahmeempfehlung auf dem Produktrichten.

      VG,
      Dietmar Waßner

Die Kommentarfunktion wurde geschlossen.

Foodgroove.de benutzt Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Infos

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen