Sarsaparilla

Sarsaparilla
Foto: von J.M.Garg (Eigenes Werk), GFDL oder CC BY 3.0 

Sarsaparilla ist der gewöhnliche Name der Kletterpflanze Smilax ornata. Diese wird traditionell zur Behandlung verschiedener Beschwerden, von chronischen Schmerzen über Arthritis bis hin zu Fußpilz verwendet.

Manchen Schätzungen zufolge wird die Pflanze seit Jahrtausenden von indigenen Völkern in Südamerika verwendet. Im Zuge der Kolonialisierung Amerikas wurde Sarsaparilla schließlich auch in Europa bekannter.

Heute ist die Kletterpflanze ein beliebtes Mittel in der pflanzlichen Heilkunde und Homöopathie und wird für zahlreiche gesundheitliche Zwecke angewendet.

Verwendung von Sarsaparilla

  • Gesundheit der Leber und Nieren
  • Hautkrankheiten
  • Arthritis
  • Fieber
  • Verdauungsprobleme
  • Schmerzen

Beschreibung der Pflanze

Sarsaparilla ist eine stachelige Kletterpflanze, die in der Karibik, sowie in Zentral- und Südamerika beheimatet ist. Sie ist eine sehr robuste Pflanze und kann sich gut und gerne über 40 Meter ausbreiten. Die Beeren der Pflanze sind sowohl bei Menschen als auch bei Tieren ein beliebtes Nahrungsmittel.

Der Name der Pflanze kommt von dem spanischen Wort Zarzaparilla, was so viel wie Brombeerstrauch bedeutet. Neben den amerikanischen Arten gibt es noch die indische Sarsaparilla (Hemidesmus indicus, Familie: Apocyanaceae).

Die beiden Pflanzen sollten nicht verwechselt werden. Hemidesmus indicus besitzt andere Wirkstoffe.

 

Wirkung von Sarsaparilla

Die Wirkungsweise der Pflanze ist durch ihre bioaktiven Bestandteile zu erklären. Diese sind wohl in der Lage, Gelenkschmerzen und Juckreiz zu lindern und antibakteriell zu wirken. Außerdem sollen einige der Substanzen entzündungshemmend wirken und die Leber bei der Entgiftung unterstützen.

Allgemein ist die Wirkungsweise von Sarsaparilla jedoch nicht gut erforscht. Deshalb sprechen wir im Folgenden auch nur von möglichen Effekten, die noch nicht vollständig nachgewiesen sind.

 

Entgiftende Wirkung von Sarsaparilla

Die Pflanze soll Substanzen enthalten, die sich an Giftstoffe binden und den Körper so entgiften. Teilweise sollen dafür Saponin-Verbindungen verantwortlich sein.[1]

Diese Verbindungen sind nur schwer verdaulich und binden sich an bakterielle Giftstoffe, sodass diese über die Verdauungswege ausgeschieden werden. Außerdem soll Sarsaparilla diaphoretische (schweißtreibende) Effekte haben und so die Entgiftung durch Schwitzen fördern. [2]

Parillin, ein Saponin in Sarsaparilla
Parillin, ein Saponin in Sarsaparilla

Entzündungshemmende Effekte

Endotoxine können im Körper Entzündungen auslösen, die zu Fieber, Grippesymptomen, Husten oder Kopfschmerzen führen. Sarsaparilla soll aufgrund der Wirkung gegen Toxine auch indirekt vor Entzündungen schützen. [3]

 

Wirkung auf den Testosteronspiegel?

Manche Sportler verwenden die Pflanze als Steroid zur Leistungssteigerung und für bessere Ergebnisse beim Bodybuilding. Auch gibt es Hersteller von Supplementen, die behaupten, dass Sarsaparilla Sterole enthalte, die vom Körper in anabole Steroide, wie etwa Testosteron, umgewandelt werden könnten.

An diesen Behauptungen ist jedoch nichts dran. Die Sterole der Pflanze sind keine anabolen Steroide und können auch nicht in diese umgewandelt werden. [4]

 

Weitere Wirkungen

In der pflanzlichen Heilkunde wird die Wurzel von Sarsaparilla oft zur Reinigung des Blutes, der Leber und der Nieren eingesetzt.

Auch bei Schuppenflechte und anderen Hautkrankheiten soll die Pflanze helfen können. Sie wird außerdem bei Arthritis, zur Förderung der Schweißbildung und gegen Lepra und Syphilis angewendet.

In Mexiko und Honduras wird die Pflanze gegen Fieber, Verdauungsprobleme und Gonorrhöe eingenommen.

 

Nebenwirkungen von Sarsaparilla

Die Einnahme als Nahrungsergänzungsmittel ist für die  meisten Personen sicher. Es kann zu Magenbeschwerden kommen, speziell wenn hohe Mengen konsumiert werden.

Schwangerschaft/ Stillen: Über die Sicherheit der Einnahme ist nicht genug bekannt. Sicherheitshalber raten wir vom Konsum ab.

 

Einnahme und Dosierung

Die beste Art, die rohe oder getrocknete Wurzel der Pflanze zuzubereiten, ist ein Aufguss daraus herzustellen und mehrere Tassen davon täglich zu konsumieren.

Bei uns in Deutschland findet man eher Pulver, Kapseln oder Tinkturen der Pflanze. Zu Dosierungsempfehlungen ist wenig bekannt.

In einigen Untersuchungen wurden zwischen 0,3 und 2 g des Wurzelpulvers täglich eingenommen.

Befolgen Sie am besten die Hinweise auf den Verpackungen der Produkte. Im Zweifelsfall sollten Sie mit einem Arzt Rücksprache halten.


Quellen:
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/recl.19290480709/abstract
http://www.ccba.bc.ca/discuss1/_disc1/00000a49.htm
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22186311
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22285850

6 Gedanken zu „Sarsaparilla“

  1. Gibt es erfahrungswerte, welche Tageszeit ideal fuer die Einnahme ist?
    Bei meinem Produkt nimmtman nur eine Kapsel pro Tag

    • Hallo Georg, leider habe ich dazu keine Infos. Probier doch einfach aus, was dir am besten bekommt.

  2. Hallo, womit rechtfertigen Sie die Behauptung, dass die indische Sarsaparilla Hemidesmus indicus) nicht die Heilwirkung der echten Sarsapariila hat. Ich habe mit der Hemidesmus indicus ganz wunderbare Erfolge erzielt. ( Verbesserung der Verdauung)
    In der ayurvedischen Medizin werden die gleichen Wirkungen benannt wie für die echte Sarsaparilla.

    • Guten Tag,

      vielen Dank für den Hinweis. Ich habe den Text abgeändert. Grundlage für die vorherige Aussage war, dass Hemidesmus indicus andere bioaktive Substanzen enthält. Ich hoffe, der Text wird nun der indischen Sarsaparilla gerechter.

  3. Hallo Herr Waßner,

    wo kann ich die Pflanze in Form von Tabletten o. ä. kaufen? Besten Dank im Voraus für Ihre Tips.

    • Hallo!
      In Internetapotheken und auch auf Amazon erhalten Sie Tabletten der Pflanze. Ich gehe davon aus, dass auch stationäre Apotheken solche Produkte im Sortiment haben.

      Viele Grüße
      Dietmar Waßner

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