Intermittierendes Fasten (16:8) zum Abnehmen – Neue Studie belegt die Wirkung

Eine neue Studie der University of Illinois in Chicago untersucht die Wirkung von intermittierendem Fasten auf übergewichtige Personen. Die Studie zeigt, dass tägliches Fasten gewichtsreduzierend wirkt und den Blutdruck senkt.

Diese neue Studie ist eine der ersten, welche die Effektivität von intermittierendem Fasten zum Abnehmen bei übergewichtigen Personen untersucht.

Intermittierendes Fasten ist eine modifizierte Fastenart, bei der abwechselnd gegessen und gefastet wird.

Die Studie untersuchte die Wirkung der Fastenart auf 23 freiwillige übergewichtige Teilnehmer, die durchschnittlich 45 Jahre alt waren und einen BMI von 35 aufwiesen.

Die Teilnehmer durften in einem Zeitfenster von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr alles essen, was sie wollten, mussten dann jedoch 16 Stunden lang fasten.

Sie durften in der Fastenzeit lediglich Wasser oder kalorienfreie Getränke zu sich nehmen. Insgesamt betrug die Studiendauer 12 Wochen.

Die Ergebnisse wurden mit einer Kontrollgruppe aus einer früheren Studie verglichen, bei der die Teilnehmer eine andere Form des Fastens einhalten mussten.

Dabei zeigte sich, dass die Teilnehmer beim intermittierenden Fasten insgesamt 350 Kalorien weniger zu sich nahmen. Außerdem verloren sie rund 3% ihres Körpergewichts und ihre Blutdruckwerte verbesserten sich signifikant.

 

Warum die Ergebnisse beeindruckend sind

Auch wenn 3% des Körpergewichts innerhalb von 12 Wochen auf den ersten nicht viel wirkt, sollte man nicht vergessen, dass die Teilnehmer weder was Menge noch Essensauswahl angeht eingeschränkt waren.

Sie konnten innerhalb des 8-stündigen Zeitfensters alles essen, was sie wollten und nahmen trotzdem deutlich ab.

Im Endeffekt beweist die Studie, dass es Diätformen (wenn man intermittierendes Fasten als Diät bezeichnen möchte) gibt, die ohne Kalorienzählen oder Lebensmittelbeschränkung auskommen.

Im Moment ist noch nicht klar, ob intermittierendes Fasten effektiver ist als anderer Diätformen. Der große Vorteil ist jedoch, dass es viel einfacher umzusetzen ist und vor allem auch langfristig durchgeführt werden kann.

Bei der aktuellen Studie gab es deutlich weniger Abbrecher als bei vergleichbaren Studien.

Ich persönlich betrachte intermittierendes Fasten nicht als Diätform, sondern als langfristige Ernährungsweise. Denn wenn man sich an die Essenszeiten gewohnt hat, kann man aus meiner Erfahrung über mehrere Monate auf diese Weise essen, wenn nicht sogar über Jahre.

Außerdem kann man die potentielle Fettabnahmen weiter unterstützen, indem man sich während des Essens-Fensters gesund ernährt und nicht wie in der vorliegenden Studien alles isst, auf was man Lust hat.

Link zur Studie: https://content.iospress.com/articles/nutrition-and-healthy-aging/nha170036