10 Lebensmittel, die deinen Stoffwechsel anregen

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Ein gesunder und  gut funktionierender Stoffwechsel bringt Energie und hilft beim Abnehmen.

Viele Faktoren haben Auswirkungen auf die Stoffwechselaktivität, darunter Alter, Gene, Lebensstil, Bewegung oder auch das Klima. Einer der wichtigsten Faktoren ist jedoch unsere Ernährung.

Die folgenden Lebensmittel können dabei helfen, den Stoffwechsel in Schwung zu bringen.

Wasser  

Wasser ist eines der wichtigsten Lebensmittel um den Stoffwechsel anzuregen. Immerhin besteht der menschliche Körper zu einem Großteil daraus. Unsere Zellen und Organe benötigen viel Wasser, um die Körperfunktionen aufrecht zu erhalten.

Nach dem Schlaf sind die Wasserspeicher annähernd aufgebraucht, weshalb man sie so schnell wie möglich wieder auffüllen sollte. Ich empfehle, direkt nach dem Aufstehen ein Glas warmes Wasser (0,2-0,25 l) zu trinken und ca. 1 Minute danach ein weiteres Glas.

Dies hilft dem Körper, abgebaute Schadstoffe auszuspülen und erhöht die Stoffwechselrate um bis zu 24 Prozent. Insgesamt sollte man 2-3 Liter Wasser täglich trinken.

Whey Protein

Whey Protein ist mit die beste Eiweißquelle und Eiweiß hat zahlreiche positive Effekte, wenn es ums Abnehmen geht. Es reduziert Hungerhormone, erhöht Sättigungshormone und regt die Stoffwechselaktivität an.

Und keine Sorge: Die alte Behauptung, dass zu viel Eiweiß schädlich ist, gilt nur für Personen mit Nierenschäden.

Bei Gesunden ist der Konsum von viel Eiweiß auch über längere Zeit völlig ungefährlich.

Kurkuma

Kurkuma und vor allem sein Hauptwirkstoff Curcumin haben viele Eigenschaften, die beim Abnehmen helfen und den Stoffwechsel beschleunigen. Kurkuma wirkt sich positiv auf die Organe, den Blutkreislauf, die Zellen und den Hormonhaushalt aus.

Außerdem stimuliert es die Produktion von Gallenflüssigkeit, was einer der Gründe seiner positiven Effekte auf die Verdauung ist. Kurkuma kann bei Verstopfung, Blähungen, Völlegefühl oder Reizmagen helfen.

Apfelessig

Für mich als Ernährungsberater ist Apfelessig ein wunderbares Naturprodukt, das sich auf vielfältige Weise positiv auf den gesamten Körper auswirkt.

Apfelessig regt die Verdauung an und verbessert den Stoffwechsel. Darüber hinaus kann er die Blutzuckerwerte regulieren, Heißhungerattacken stoppen, bei Sodbrennen helfen und das Hautbild verbessern.

2009 untersuchten japanische Forscher in einer doppelblinden, placebo-kontrollierten Studie, wie sich der Konsum von Apfelessig auf  Körpergewicht und Bauchfett von 175 übergewichtigen Probanden auswirkt.

Das Ergebnis: Die Apfelessig-Gruppe hatte nach 12 Wochen 2 kg abgenommen, ohne etwas an der Ernährung oder  Bewegung zu ändern.

Heidelbeeren

Heidelbeeren sind besonders reich an Vitamin C und E sowie an Gerbstoffen, die  Entzündungen hemmen und Durchfall entgegen wirken. Bei Untersuchungen der Universität Michigan wurde festgestellt, dass 200 g Blaubeeren täglich den Bauchumfang reduzieren können.

Grund dafür sollen die vielen gesundheitsfördernden Pflanzenstoffen (Polyphenole) sein. Mit Heidelbeeren lassen sich überflüssige Kalorien vermeiden, während gleichzeitig die Gesundheit gestärkt wird.

Haferflocken

Haferflocken sind nährstoffreich und sättigend und glücklicherweise wieder stark im Kommen. Durch die schonende Verarbeitung bleiben fast alle Ballast- und Nährstoffe enthalten. Haferflocken liefern viel Eisen, Eiweiß, Magnesium und ungesättigte Fettsäuren. Sie sind lecker, gesund und schnell zubereitet.

Eine Schüssel naturbelassene Haferflocken sollte daher definitiv auf dem täglichen Speiseplan stehen, wenn man seinen Stoffwechsel anregen und auf gesunde Weise abnehmen möchte.

Ingwer

Ingwer ist eine scharfe Angelegenheit. In jeder Beziehung. Die exotische Knolle mit der aromatischen Schärfe gilt nicht nur als edles Küchengewürz. Traditionell wird der Pflanze auch eine heilende und anregende Wirkung zugeschrieben.

Eine 2018 veröffentlichte Übersichtsarbeit ergab, dass Ingwer sehr wahrscheinlich mehrere Effekte besitzt, die sich vorteilhaft auf die Figur auswirken.

Ingwer kann demnach das Hungergefühl senken, die Thermogenese von Lebensmitteln erhöhen, die Fettaufnahme im Darm senken, die Lipolyse (Abbau von Fetten zu Fettsäuren und Glycerol) erhöhen und die Lipogenese (Fettaufbau) hemmen.

Zimt

Zimt, das klassische Weihnachtsgewürz, riecht nicht nur gut, sondern ist auch noch gesund und unterstützt im Kampf gegen die Pfunde. Das fanden auch Wissenschaftler der University of Michigan in einer Studie heraus. Im Fokus der Studie stand Zimtaldehyd, ein ätherisches Öl, das für den charakteristischen Geruch des Gewürzes verantwortlich ist.

Schon früher konnten Forscher zeigen, dass Zimtaldehyd Mäuse vor Fettleibigkeit und schlechten Blutfettwerten schützt. Doch die genauen Wirkmechanismen waren bislang unklar.

Die Forscher unter der Leitung von Professor Jun Wu wollten die Wirkungsweise von Zimtaldehyd besser verstehen und herausfinden, ob die Substanz auch bei Menschen positive Effekte besitzt.

Das Ergebnis: Zimtaldehyd wirkt direkt auf die Adipozyten, die Zellen des Fettgewebes, und bringt diese dazu, Energie zu verbrennen – ein Prozess, der als Thermogenese bekannt ist.

Chili

Chili ist vor allem für seine extreme Schärfe bekannt. Verantwortlich dafür ist die Substanz Capsaicin. Dies ist ein aus Pflanzen gewonnenes Alkaloid, das beim Menschen einen Hitze- beziehungsweise Schärfereiz auf der Zunge auslöst.

Capsaicin erhöht erwiesenermaßen die Thermogenese, also die Wärmeproduktion im Körper um bis zu 25 Prozent.

Der menschliche Körper ist darauf ausgelegt, seine Temperatur auf konstanten 36 – 37 Grad zu halten. Um den Körper abzukühlen muss er Energie aufwenden.

Diese Energie zieht er sich aus überschüssigen Fettpölsterchen und Kalorien, die ihm zur Verfügung stehen.

Capsaicin regt zudem auch die Speichel- und Magensaftbildung an und sorgt für eine bessere Durchblutung der Schleimhäute. So wird die Verdauung gefördert.

MCT Öl (z.B. in Kokosöl)

MCT Öl ist ein Öl mit mittelkettigen Fettsäuren, im Gegensatz zu langkettigen Fettsäuren, welche in den meisten Lebensmitteln vorhanden sind.

Es ist bei Raumtemperatur leicht gelblich, geruchlos und lichtdurchlässig und kommt in natürlicher Form vor allem in Kokosnussöl vor.

Studien an Tieren und an Menschen haben gezeigt, dass MCT Öl die Thermogenese und die Fettoxidation erhöhen kann und dadurch die Bildung von Körperfett hemmt. Das Öl hat also einen erhitzenden Effekt und der Körper verwendet Ketone statt Kohlenhydraten zur Energiegewinnung.

Durch die vermehrte Bildung von Ketonen und die fettverbrennenden Effekte hat MCT Öl eine ähnliche Wirkung wie eine ketogene Diät, jedoch ohne dass eine stark verminderte Kohlenhydratzufuhr notwendig ist.

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