Schisandra chinensis – „Wu Wei Zi“

By 三上 勝生 [CC BY-SA 2.1 jp ()], via Wikimedia Commons

Schisandra Beeren sind in Russland, Korea und im Norden Chinas beheimatet.

Der wissenschaftliche Name der Kletterpflanze ist Schisandra chinensis. Ihre Beeren sind rot und kugelförmig und beinhalten kleine, nierenförmige Kerne.

Die Beere wird nicht nur als Lebensmittel, sondern vor allem zu medizinischen Zwecken verwendet, und dies bereits seit mehr als 2000 Jahren.

Laut der chinesischen Folklore haben Schisandra Beeren eine beruhigende Wirkung auf Körper und Geist.

Der chinesische Name der Beere ist Wu Wei Zi, was so viel bedeutet wie „Frucht der fünf Geschmäcker“.

Die Beeren schmecken in der Regel sauer, süß, bitter, warm und salzig zugleich. In Russland verwenden Jäger die Beere seit Jahrhunderten aufgrund ihrer Wirkung gegen Antriebslosigkeit und Müdigkeit.

Traditionelle Verwendung von Schisandra chinensis:

  • Adaptogen (Erhöhung der Stressresistenz)
  • Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit
  • Stärkung der Abwehrkräfte
  • Erhöhung der physischen Leistungsfähigkeit
  • Zur Lebensverlängerung
  • Blutzuckerregulierung
  • Blutdrucksenkung
  • Gegen Hepatitis
  • Senkung von Cholesterin
  • Gegen Husten
  • Bei Asthma
  • Erektile Dysfunktion

 

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Wirkung der Schisandra Beere

Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit

Untersuchungen haben ergeben, dass die orale Einnahme eines Beerenextraktes aus Wu Wei Zi positive Effekte auf die mentalen Fähigkeiten hat.

Sowohl alleine als auch in Kombination mit Rhodiola rosea und sibirischem Ginseng ergaben sich folgende Effekte: Verbesserte Konzentration, erhöhte Aufmerksamkeit und schnellere Auffassungsgabe.[1]

Der Vorteil der Pflanze ist, dass sie dabei nicht wie Koffein wirkt. Koffein kann zu Ruhelosigkeit, Nervosität und erhöhtem Herzschlag führen.

Doch Schisandra wirkt auf gegenteilige Weise: Die Beeren haben eine beruhigende Wirkung und mindern gleichzeitig Müdigkeit und Erschöpfung. [2]

Studien haben des Weiteren eine potenziell schützende Wirkung vor neurologischen und psychischen Krankheiten festgestellt, darunter Depressionen, Schizophrenie, Alkoholismus und Alzheimer. [3]

 

Schisandra bei Hepatitis

Extrakte aus Schisandra chinensis bewirkten eine Verringerung der Werte des Enzyms Alanin-Aminotransferase (ALAT, ALT) in Personen mit Hepatitis.

Die Werte dieses Enzyms sind ein Gradmesser für die Schädigung der Leber. Höhere Werte deuten dabei auf einen höheren Schaden hin. [4]

 

Entzündungshemmend

Schisandra kann den Körper vor Entzündungen schützen. [5,6] Eine Studie aus dem Jahr 2013, die in dem Fachmagazin Environmental Toxicology and Pharmacology erschien, legt Wu Wei Zi diese Wirkung  nahe.

Dabei wurden die Effekte von Schisandra Extrakten auf entzündete weiße Blutkörperchen untersucht. Die Extrakte hatten eine hemmende Wirkung auf die Ausbreitung der Entzündungen zur Folge.[7]

 

Weitere potentielle Wirkungen:

Zu folgenden Effekten gibt es noch nicht genügend wissenschaftliche Beweise:

  • Physische Leistungsfähigkeit: Extrakte der Beere scheinen Verbesserungen der physischen Leistungsfähigkeit, Koordination und Ausdauerleistung zu bewirken.
  • Familiäres Mittelmeerfieber: Ein Kombinationsprodukt mit Schisandra war in der Lage, die Intensität und Häufigkeit von Fieberanfällen zu senken.
  • Kurzsichtigkeit
  • Lungenentzündung
  • Diabetes
  • Hoher Blutdruck

 

Schisandra Beeren : Nebenwirkungen

Die Einnahme von Schisandra chinensis gilt in angemessener Form als sicher. Jedoch gab es bereits Fälle von Magenbeschwerden, Appetithemmung, Juckreiz und Ausschlag.

Warnhinweise

Schwangerschaft und Stillen: Die Einnahme der Beere bei Schwangeren gilt allgemein als gefährlich. Es gibt Anzeichen, dass es zu Fehlgeburten kommen könnte.

Daher sollten Schwangere unbedingt auf die Einnahme verzichten. Über die Auswirkung bei stillenden Müttern ist noch nicht genug bekannt, sodass wir auch hier sicherheitshalber von der Einnahme abraten.

Epilepsie: Es gibt Experten, die vom Konsum der Beere bei Epilepsie-Patienten abraten. Die Hintergründe dazu sind nicht abschließend geklärt. Jedoch könnte es daran liegen, dass Schisandra stimulierend auf das zentrale Nervensystem einwirkt.

 

Anwendung und Dosierung von Schisandra chinensis

In Studien wurden folgende Dosierungen verwendet:

Zur Steigerung der geistigen Leistungsfähigkeit wurden zwischen 500mg und 2g Beerenextrakt bzw. 2 – 6g pure Beeren täglich eingenommen. Des Weiteren wurden zwischen 5 und 14 Gramm Schisandra Tee konsumiert.

Bei Hepatitis wurden in Studien Extrakte mit einem Rohgehalt an Beeren von bis zu 1,5 Gramm täglich eingenommen.

Die richtige Dosierung hängt sehr stark von dem Extrakt bzw. der Form der Einnahme und der gewünschten Wirkung ab.

Traditionelle Anwendung von Wu Wei Zi:

In Asien werden die Beeren oft zu Säften weiterverarbeit oder es wird Tee daraus gemacht. Oft wird auch Schisandrapulver als Zugabe in Fruchtsäften beigemischt.

Außerdem gibt es pflanzliche Extrakte und Kapseln der Beere zu kaufen. Diese Variante ist am einfachsten und die Dosierung ist dabei recht simpel.

 

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Studien:
1 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22039930
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19500070
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23333311
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22610748
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4285959/
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18625216
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1382668913000884