Ashwagandha – Wirkung & Anwendung

Ashwagandha (auch Schlafbeere, Winterkirsche, Withania somnifera genannt) ist eine in der ayurvedischen Medizin viel verwendete Pflanze.

Ashwagandha heißt übersetzt „Geruch des Pferdes“, was tatsächlich von dem durchdringenden, pferdeartigen Geruch der Wurzel kommt.

Es wird traditionell auch gesagt, dass durch die Pflanze die Kräfte und die Vitalität eines Pferdes im Menschen hervorgerufen werden. Ob dies stimmt, sei dahin gestellt, jedoch weist die Schlafbeere erstaunlich viele gesundheitliche Vorteile auf.

Ashwagandha ist ein Adaptogen. Es wird verwendet, weil es die Fähigkeit besitzt, Stress und Angst zu reduzieren bzw. Menschen zu helfen, besser mit diesen Dingen umzugehen.

 

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Vielfältige Anwendungsgebiete

Auch gibt es vielversprechende Hinweise darauf, dass die Schlafbeere bei Schlaflosigkeit und stressinduzierter Depression hilft. Das Kraut kann den Cortisolspiegel (Stresshormon) signifikant reduzieren und die Beeinträchtigung des Immunsystems durch Stress senken.

Des Weiteren kann Ashwagandha die physische Leistungsfähigkeit erhöhen und dass „schlechte“ LDL-Cholesterin senken.

Auch die Gedächtnisleistung kann durch die Pflanze erhöht werden, weshalb sie möglicherweise gegen Alzheimer eingesetzt werden kann. Dazu müsste speziell diese Wirkungsweise aber noch genauer untersucht werden, im Moment ist es für ein definitives Urteil zu früh.

Traditionell wird Ashwagandha vor allem bei Krebspatienten eingesetzt. Hier muss gesagt werden, dass es KEINE Hinweise auf die Wirksamkeit der Pflanze gegen Krebs gibt.

Allerdings ist Ashwagandha ein gutes Mittel, um die Immunsuppression (die Beeinträchtigung immunologischer Prozesse) zu verringern. Auch kann es die Beschwerden einer Chemotherapie lindern, da es Stress und Müdigkeit entgegenwirkt.

Ashwagandha kann also begleitend eingenommen werden, allerdings nicht als Heilmittel für Krebs. Alles in allem können sich die Vorteile der Pflanze aber durchaus sehen lassen.

Ashwagandha

Foto: By Roger Culos (Own work) CC BY-SA 3.0

Wirkung von Ashwagandha

Wirkung auf die die sportliche Leistungsfähigkeit

In der indischen Medizin ist Ashwagandha aufgrund ihrer vielfältigen Auswirkungen auf die Gesundheit sehr bedeutsam. Und auch die westliche Forschung unterstützt die positiven Aussagen zu der Pflanze.

Eine Studie untersuchte die Wirkung der Pflanze auf die Ausdauerfähigkeit trainierter Athleten. Es wurden 40 Athleten in eine Versuchs- und Kontrollgruppe unterteilt.

Die Versuchsgruppe nahm zwei Mal täglich 500 mg Ashwagandha-Kapslen ein, wohingegen die Kontrollgruppe ein Placebo erhielt.

Die Teilnehmer wurden diversen Tests der Ausdauerfähigkeit unterzogen. Nach den 8 Wochen wurden die Test dann wiederholt und die Ergebnisse verglichen.

Im Ergebnis waren die gemessene Ausdauerfähigkeit in der Versuchsgruppe signifikant verbessert und dies in allen getesteten Parametern. Die Autoren der Studie schrieben dazu:

Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Eigenschaften von Ashwagandha nur in Personengruppen mit niedrigem Fitnesszustand gemessen. In dieser Studie wurde daher ein mögliche Leistungssteigerung bei trainierten Athleten untersucht. Unter Beachtung der Schwierigkeit, bei bereits trainierten Sportlern Leistungsunterschiede festzustellen, ist dies die erste Studie, die eine Verbesserung der Ausdauerfähigkeit von Elitesportlern durch Ashwagandha-Konsum dokumentiert.“

Doch was genau könnte diese Verbesserungen bewirkt haben? Forscher haben in Tierstudien nachgewiesen, dass die Pflanze eine Erhöhung der Konzentration von Hämoglobin und roten Blutzellen bewirkt.

Darüber hinaus spielen sicherlich noch andere, weniger erforschte Wirkungsmechanismen der Schlafbeere eine Rolle. [1]

 

Wirkung von Ashwagandha auf das Nervensystem

Stress, Umweltgifte und schlechte Ernährung haben allesamt eine verheerende Wirkung auf unser Nervensystem.

Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass Ashwagandha nicht nur gegen Stress hilft, sondern die Gehirnzellen auch gegen die negativen Einflüsse unseres modernen Lebensstiles schützt.

Beispielsweise konnten Versuche zu den Bereichen Angst und  Depression zeigen, dass Ashwagandha eine vergleichbare Wirkung gegen diese Krankheiten aufweist wie manch pharmazeutische Beruhigungsmittel und Antidepressiva. [2]

Stress kann zu einer erhöhten Lipidperoxidation führen und gleichzeitig die stressreduzierenden antioxidativen Enzyme Katalase und Glutathionperoxidase hemmen.

In einer Studie wurde ein Ashwagandha-Extrakt einer Versuchsgruppe vor einer Stress auslösenden Tätigkeit zugeführt. Die zuvor genannten Stressparameter wurden dadurch normalisiert.[3]

Ein vorschneller Alterungsprozess, der im Zusammenhang mit chronischer nervlicher Anspannung steht, kann eine Folge von oxidativem Stress sein. Das Ashwagandha-Extrakt wirkt diesem Prozess entgegen, weshalb manche Forscher Ashwagandha als klinisches Mittel gegen Stress einsetzen möchten.

Weitere Studien im Bereich chronischer Stress unterstützen diese Ergebnisse. In einer Tierstudie kam zum Vorschein, dass Ashwagandha bei gestressten Tieren die Degeneration von Hirnzellen durch Stress aufhalten kann. Die Zelldegeneration konnte bei Anwendung der Pflanze um 80 % reduziert werden.[4]

 

Mehr Energie, weniger Müdigkeit, besserer Schlaf

Bei Studien an Menschen wurde belegt, dass erhöhte Pegel des Stresshormons Cortisol durch Einnahme von Ashwagandha deutlich reduziert werden können. Viele negative Effekte, die bei Stress auftreten, werden diesem Hormon zugeschrieben.

Die Teilnehmer berichteten von mehr Energie, weniger Müdigkeit, besserem Schlaf und höherem Wohlbefinden. Die Cortisolwerte verringerten sich im Schnitt um 26%, Blutzuckerwerte verringerten sich ebenfalls und die Lipidprofile verbesserten sich. Die Schlafbeere kann anscheinend bei vielen der heutigen Stresssymptome unserer Gesellschaft Abhilfe schaffen.

Das Institute of Natural Medicine der Toyama Universität für Medizin und Pharmazeutik in Japan hat die Wirkung von Ashwagandha auf das Gehirn ausführlich untersucht. Die Forscher widmeten sich der Regeneration von Nervenzellbestandteilen, den Axonen und Dendriten, in validierten Modellen menschlicher Gehirne.

Die Forscher konnten zeigen, dass ein Ashwagandha-Extrakt die Axone und Dendriten beschädigter Nervenzellen reparieren konnte. Auch die Synapsen konnten wieder hergestellt werden. Mit dieser Wirkungsweise könnte Ashwagandha laut den Forschern möglicherweise auch bei Krankheiten wie Demenz und Alzheimer eingesetzt werden.[5]

 

Weitere mögliche Wirkungsweisen (mehr Forschung nötig)

  • Angst: Es gibt erste Anzeichen darauf, dass Ashwagandha in Kombination mit Atemübungen und gesunder Ernährung die Symptome von Angst reduzieren kann. Der isolierte Effekt von Ashwagandha auf Angst ist noch nicht  genau erforscht.

 

  • Depressionen: Es gibt viele Forschungsergebnisse, die darauf hinweisen, dass Ashwagandha gegen Depressionen eingesetzt werden kann. Die Studien, die dies belegen, fanden an Stresspatienten statt. Es kann nicht gesagt werden, ob die Wirkung auch bei nicht Stresspatienten eintritt.

 

  • Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADHS): Einige klinische Studien kommen zu dem Schluss, dass eine Kombination aus pflanzlichen Stoffen, darunter Ashwagandha, die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit von Kindern mit ADHS verbessern kann.

 

  • Diabetes: Es gibt Hinweise darauf, dass die Schlafbeere den Blutzuckerspiegel bei Diabetes-Patienten reduzieren kann.

 

  • Hohes Cholesterin: Es gibt erste Hinweise aus der Forschung, dass Ashwagandha den Cholesterinspiegel von Personen mit hohem Cholesterin senken kann.

 

  • Männliche Unfruchtbarkeit: Frühe Forschungsergebnisse aus klinischen Studien deuten darauf hin, dass die Pflanze die Spermienqualität bei unfruchtbaren Männern verbessern kann, allerdings nicht die Anzahl der Spermien. Ob dies dann in einer höheren Fruchtbarkeit resultiert, ist noch nicht abschließend erforscht.

 

  • Arthritis: Frühe Forschungsergebnisse zeigen, dass Ashwagandha in Kombination mit einem anderen Supplement (Articulin-F) und anderen Stoffen die Symptome von Arthritis verbessern kann.

 

  • Parkinson: Erste Untersuchungsergebnisse sprechen dafür, dass eine Pflanzenkombination, darunter auch Ashwagandha, die Symptome von Parkinson verbessern kann.

 

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Dosierung und Einnahme

Die kleinste noch effektive Dosierung bei Einnahme von standardisiertem Wurzelextrakt in Kapselform beträgt 300-500 mg täglich. Die doppelte Menge ist jedoch effektiver und gleichzeitig nicht gefährlicher.

Die optimale Menge, wenn man reines Pulver zu sich nimmt, beträgt 6000 mg (also 6 Gramm) am Tag. Es empfiehlt sich, diese Menge auf drei Einheiten am Tag zu je 2000 mg zu verteilen.

Am besten sollte man es zu Mahlzeiten einnehmen. Falls man die gesamte Menge zu einem Zeitpunkt am Tag einnimmt, dann empfiehlt sich hierzu das Frühstück.


Nebenwirkungen von Ashwagandha

Es gibt keine berichteten Nebenwirkungen, wenn Ashwagandha kurz- bis mittelfristig oral eingenommen wird.

Über die Langzeitwirkung kann keine genaue Auskunft gegeben werden. Zu hohe Dosierungen können  zu Magenbeschwerden, Durchfall und Übelkeit führen.

Schwangerschaft und Stillen: Niemals sollten Sie Ashwagandha einnehmen, wenn Sie schwanger sind oder stillen. Es könnte zu Fehlgeburten kommen.

Medikamenteneinnahme: Falls Sie Medikamente einnehmen, sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren und nachfragen, ob die Einnahme von Ashwagandha mit den Medikamenten verträglich ist.

 

Updates zur Wirkung 

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Fazit

Ashwagandha ist eine sehr interessante und vielversprechende Heilpflanze. Viele Forschungsergebnisse deuten auf ihre Fähigkeit hin, Stress und Angst zu reduzieren, bei Depressionen zu helfen, die Leistungsfähigkeit zu erhöhen und bei Schlafproblemen zu helfen.

Die Behauptung, dass die Pflanze auch gegen Krebs hilft, kann jedoch nicht bestätigt werden. Allerdings halten viele Experten die Schlafbeere für ein vielversprechendes Hilfsmittel gegen die Krankheiten Alzheimer und Parkinson.

Im Endeffekt muss jeder seine eigene Erfahrung machen. Da die Preise sehr moderat und die Nebenwirkungen (sh. oben) relativ gering sind, spricht nichts dagegen, die Pflanze einmal auszuprobieren.


Quellen:

1 http://www.drperlmutter.com/study/effects-eight%C2%ADweek-supplementation-ashwagandha-cardiorespiratory-endurance-elite-indian-cyclists/
2 Bhattacharya SK, Bhattacharya A, Sairam K, Ghosal S. Anxiolytic-antidepressant activity of Withania somnifera glycowithanolides: an experimental study. Phytomedicine. 2000 Dec;7(6):463-9.
3 Bhattacharya A, Ghosal S, Bhattacharya SK. Antioxidant effect of Withania somnifera glycowithanolides in chronic footshock stress-induced perturbations of oxidative free radical scavenging enzymes and lipid peroxidation in rat frontal cortex and striatum. J Ethnopharmacol. 2001 Jan;74(1):1-6..
4 Jain S, Shukla SD, Sharma K, Bhatnagar M. Neuroprotective effects of Withania somnifera Dunn. in hippocampal sub-regions of female albino rat. Phytother Res. 2001 Sep;15(6):544-8.
5 Kuboyama T, Tohda C, Komatsu K. Neuritic regeneration and synaptic reconstruction induced by withanolide A. Br J Pharmacol. 2005 Apr;144(7):961-71.